In-Feed Ads
In-Feed Ads (früher Discovery Ads) sind klickbare YouTube-Anzeigen aus Thumbnail und Text. Sie erscheinen in Suche, Startseite und Videovorschlägen – bezahlt wird meist erst beim Klick aufs Video.

Von Discovery Ads zu In-Feed Ads: Was steckt dahinter?
In-Feed Ads – früher Discovery Ads genannt – sind YouTube-Anzeigen, die als klickbares Vorschaubild mit Text in den Suchergebnissen, auf der Startseite und neben laufenden Videos erscheinen. Statt Zuschauer mit einem Spot zu unterbrechen, reihen sie sich wie normale Videovorschläge in die Oberfläche ein – nur mit dem Hinweis „Anzeige“. Das macht das Format zur leisen, aber wirkungsvollen Alternative zur klassischen Videowerbung.
Eine solche Anzeige besteht aus drei Bausteinen: einem Vorschaubild (Thumbnail), einem Titel und einem kurzen Beschreibungstext, dazu der Kanalname. Ausgespielt wird sie an Stellen, an denen Menschen ohnehin nach Inhalten stöbern – deshalb der ursprüngliche Name Discovery Ads, abgeleitet vom englischen „discover“ für entdecken. Google hat das Format später in In-Feed Ads umbenannt, weil die Anzeigen in den Feeds der Plattform erscheinen: in der YouTube-Suche über oder zwischen den Ergebnissen, auf der Startseite zwischen den Vorschlägen und in der Spalte „Nächstes Video“ neben einem laufenden Video. Am Prinzip hat sich durch die Umbenennung nichts geändert. Gebucht wird das Format wie alle YouTube-Anzeigen über Google Ads: Du hinterlegst Vorschaubild, Titel und Text, wählst Zielgruppen oder Suchbegriffe aus und legst dein Budget fest.
Ein Beispiel: Jemand sucht auf YouTube nach „Kaffeemaschine entkalken“. Ganz oben in den Ergebnissen erscheint – als Anzeige markiert – das Anleitung-Video eines Herstellers für Reinigungsprodukte. Der Nutzer entscheidet selbst, ob er klickt. Tut er es, landet er auf dem Video und damit direkt auf dem Kanal der Marke. Genau darin liegt der Unterschied zu Anzeigen im Videoplayer: Hier wird niemand unterbrochen, die Aufmerksamkeit ist freiwillig – und damit oft wertvoller.
Warum das Format für Unternehmen wertvoll ist
Der wichtigste Vorteil: Du erreichst Menschen mit aktiver Suchintention, also in dem Moment, in dem sie selbst nach Lösungen, Anleitungen oder Produkten suchen. Wer auf eine solche Anzeige klickt, bringt echtes Interesse mit – vergleichbar mit einem Besucher, der gezielt in dein Geschäft kommt, statt im Vorbeigehen ein Plakat zu sehen. Entsprechend länger fällt die Wiedergabedauer aus, und die Wahrscheinlichkeit, dass aus dem Kontakt eine Anfrage oder ein Abo wird, steigt.
Dazu kommt der Kanalaufbau-Effekt: Die Klicks führen auf dein Video und deinen Kanal, wo Zuschauer weitere Inhalte, Playlists und den Abonnieren-Button finden. Viele Unternehmen nutzen das Format deshalb, um ihre besten Tutorials und Produktvideos gezielt sichtbar zu machen und so organisches Wachstum anzuschieben. Und weil die Anzeige optisch einem normalen Videovorschlag ähnelt, fühlt sie sich weniger nach Werbung an – die Abwehrhaltung, die viele Menschen bei Spots entwickeln, fällt weitgehend weg.
Für die Budgetplanung ist außerdem interessant: Du zahlst nur für Menschen, die sich aktiv entschieden haben, dein Video zu sehen. Streuverluste, wie sie bei erzwungenen Einblendungen entstehen, gibt es kaum. Dafür ist die Reichweite naturgemäß kleiner – wer in kurzer Zeit sehr viele Menschen erreichen will, kommt um Anzeigen im Player nicht herum. Die Stärke der Feed-Anzeigen liegt in der Qualität der Kontakte, nicht in ihrer Masse.
In-Feed Ads in der Praxis
Der Erfolg steht und fällt mit der Frage, ob Menschen freiwillig klicken – und ob das Video hält, was Thumbnail und Titel versprechen. Diese Punkte haben sich bewährt:
- Thumbnail wie ein Titelbild gestalten: Klares Motiv, erkennbare Gesichter, wenig Text – das Vorschaubild konkurriert direkt mit organischen Videos.
- Titel auf die Suchintention zuschneiden: Formuliere, was der Nutzer davon hat – etwa „Kaffeemaschine entkalken in 5 Minuten“ statt reiner Produktwerbung.
- Das Versprechen sofort einlösen: Die ersten 30 Sekunden des Videos müssen liefern, was die Anzeige angekündigt hat – sonst springen Zuschauer ab.
- Passende Keywords und Zielgruppen wählen: Richte die Ausspielung an Suchbegriffen und Interessen aus, die zu deinem Angebot passen.
- Den nächsten Schritt anbieten: Verweise im Video auf Playlist, Kanal oder Website – ein klarer Call-to-Action verwandelt Zuschauer in Abonnenten.
- Klickrate und Wiedergabedauer auswerten: Diese beiden Werte zeigen, ob Vorschaubild und Inhalt zusammenpassen – teste Varianten und optimiere laufend.
Abgerechnet wird üblicherweise pro Klick auf das Video, die genauen Kosten entstehen in der Auktion und hängen von Wettbewerb und Zielgruppe ab. Feste Preise gibt es nicht – dein Tagesbudget bestimmst du selbst. Wichtig zu wissen: Weil die Anzeige auf dein Video führt, wirkt jede Kampagne doppelt – sie bringt Zuschauer und verbessert nebenbei die Sichtbarkeit deines Kanals.
Anzeigen im Feed sind das Format für alle, die lieber gefunden werden als zu unterbrechen: Sie belohnen gute Inhalte mit qualifizierten Zuschauern und zahlen direkt auf den Kanalaufbau ein. Wie du Vorschaubilder und Klickraten weiter optimierst, erklären die Begriffe Thumbnail und Klickrate (CTR).
Google hat das Format umbenannt, um den Anzeigenort klarer zu benennen: Die Anzeigen erscheinen in den Feeds von YouTube – Suche, Startseite und Videovorschläge. Funktionsweise, Aufbau und Abrechnung sind gleich geblieben. In älteren Artikeln, Tools und Angeboten begegnet dir der frühere Name aber weiterhin, gemeint ist dasselbe Format.
Es gibt keine Preisliste: Die Ausspielung läuft über eine Auktion, bezahlt wird in der Regel, wenn jemand auf die Anzeige klickt und das Video ansieht. Die Höhe hängt von Zielgruppe, Thema und Wettbewerb ab. Da nur Interessierte klicken, gilt das Format als vergleichsweise effizient – gerade für erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen.
Immer dann, wenn du Menschen mit konkretem Interesse erreichen und auf deinen Kanal holen willst – etwa mit Tutorials, Produktvergleichen oder Ratgeber-Videos. In-Stream-Anzeigen im Player eignen sich besser für Reichweite und Markenbekanntheit in breiten Zielgruppen. Viele Kampagnen kombinieren beides: der Spot schafft Aufmerksamkeit, die Feed-Anzeige fängt die Interessierten ein.

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