Collab
Mit dem offiziellen YouTube Collab-Feature teilen sich zwei YouTube-Kanäle ein Video – für maximale B2B-Reichweite.

YouTube Collab: So funktioniert die gemeinsame Ersteller-Funktion
Ein YouTube Collab (Co-Autorenschaft) ist eine native Plattform-Funktion, mit der zwei Kanäle ein Video oder ein Short gemeinsam als offizielle Co-Ersteller veröffentlichen. Im Gegensatz zu früheren Kollaborationen, bei denen ein Video nur auf einem Kanal hochgeladen und der Partner in der Videobeschreibung verlinkt wurde, werden bei einem YouTube Collab beide Kanäle direkt über dem Videotitel als Ersteller angezeigt. Das Video erscheint in den Feeds beider Zielgruppen und verknüpft die Performance beider Accounts nativ auf der Plattform.
Um das Feature zu nutzen, sendet der Kanal, der das Video hochlädt oder verwaltet, über YouTube Studio eine Collab-Einladung an den Partnerkanal. Das funktioniert sowohl während des Upload-Prozesses als auch nachträglich bei bereits veröffentlichten Videos. Sobald der Partner die Einladung annimmt, wird das Video auf beiden Profilen als gemeinsame Produktion ausgespielt, ohne dass die Datei zweimal hochgeladen werden muss.
Ein anschauliches Beispiel aus der Praxis: Ein B2B-Softwarehersteller produziert einen gemeinsamen Anwendungs-Guide mit einem bekannten Branchen-Consultant. Durch die Collab-Funktion wird das Video gleichzeitig den Abonnenten des Unternehmens und den Followern des Consultants auf der Startseite und in den Empfehlungen ausgespielt. Zuschauer können mit einem Klick beiden Kanälen folgen, da die Profil-Icons beider Ersteller direkt unter bzw. über dem Player eingebunden sind.
Warum das native YouTube Collab-Feature deine Reichweite verdoppelt
Für Unternehmen und Corporate Channels ist das offizielle Collab-Feature ein extrem starker Hebel für organisches Kanalwachstum und Brand Awareness:
- Synergie im Algorithmus: YouTube kombiniert die Nutzersignale (Watchtime, CTR, Interaktionen) beider Communities. Der Algorithmus erkennt das gebündelte Interesse und schlägt das Video mit deutlich höherer Priorität auf den Startseiten beider Zielgruppen vor.
- Keine Content-Duplizierung: Früher mussten zwei Kanäle oft zwei unterschiedliche Versionen hochladen, um beide Communities zu erreichen – was zu Verwirrung und gespaltener Watchtime führte. Bei der Collab-Funktion fließen alle Aufrufe, Likes und Kommentare zentral in ein einziges Video, was die Performance-Signale für den Algorithmus maximiert.
- Maximale Glaubwürdigkeit und Conversion: Die direkte Co-Autorenschaft signalisiert Zuschauern eine gleichberechtigte, offizielle Partnerschaft. Der Vertrauensvorschuss des Partner-Kanals überträgt sich direkt auf die eigene Marke, was die Hürde für ein Kanal-Abo extrem senkt.
YouTube Collabs in der Praxis
Damit die technische und strategische Umsetzung eines YouTube Collabs reibungslos gelingt, sollten B2B-Teams folgende Schritte beachten:
- Einladung in YouTube Studio versenden: Die Collab-Anfrage kann beim Upload oder im Nachgang über die Video-Details eingerichtet werden. Sende die Anfrage rechtzeitig, damit der Partner genügend Zeit hat, sie im Studio zu bestätigen.
- Audience-Overlap prüfen: Wähle Collab-Partner, deren Zielgruppe thematisch perfekt zu deinen Produkten oder Inhalten passt, ohne dass es sich um direkte Mitbewerber handelt.
- Kommentarspalte beobachten: Da die Communitys beider Kanäle unter demselben Video interagieren, sollte das Community-Management für die ersten Stunden nach Veröffentlichung abgestimmt werden.
- Rechte und Monetarisierung vorab klären: Legt vertraglich fest, wie eventuelle Werbeeinnahmen oder Verwertungsrechte geregelt werden, da das Video plattformseitig fest mit beiden Profilen verknüpft ist.
Die Werbeeinnahmen aus dem YouTube-Partnerprogramm gehen standardmäßig an den Kanal, der das Video ursprünglich hochgeladen und gehostet hat. Der Co-Ersteller profitiert plattformseitig primär von der Reichweite, den Empfehlungs-Algorithmen und den neu gewonnenen Abonnenten. Für kommerzielle Partnerships sollte eine finanzielle Aufteilung der Einnahmen daher immer vorab separat vertraglich geregelt werden.
Ja. Du kannst eine Collab-Einladung sowohl während des Upload-Prozesses als auch nachträglich bei bereits veröffentlichten Videos einrichten. Öffne dazu einfach das gewünschte Video in YouTube Studio, gehe in die Details/Bearbeiten-Ansicht und füge den Partner-Kanal unter den Collab-Einstellungen hinzu. Sobald der Partner die Einladung bestätigt hat, werden eure Kanäle am Video verknüpft.
Öffentlich werden die Aufrufe (Views), Likes und Kommentare für das gemeinsam erstellte Video zentral zusammengezählt. In den YouTube Analytics sieht jeder Partner die Performance-Daten für den eigenen Kanalbereich. Das bedeutet: Beide Kanäle profitieren vollumfänglich von den generierten Signalen und der Watchtime für das jeweilige Profil.

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